Weinrose

 

Rosa rubiginosa

Zaunrose, Apfelrose, Wildrose

Eine Königin unter den Heckenpflanzen, die sich leicht in Hecken und an Hauswänden pflanzen läßt. Sie wird bis zu 2 Meter hoch und neben ihrer bezaubernden rosa Blüte riechen ihre Blätter, besonders wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt, nach Apfel. Die Hecken boten in früherer Zeit den Menschen Schutz, so spricht man heute noch von der "Dornröschenhecke". Sie versprach ungestörten Schlaf, Schutz vor Wildnis und bildeten eine methaphysische Grenze, auch zum Reich der Naturwesen. Von jenseits der Grenze kam die Fruchtbarkeit, kamen die Ahnen. Die Weinrose, gemeinsam mit der Haselnuss und anderen Sträuchern waren Vermittler zwischen den Welten.

In germanischer Zeit, war sie wie alle Wildrosen der strengen Gemahlin Wotans, Fricka geweiht und in der Antike war sie eine Pflanze des Gottes der Liebe, Eros. Ihr Duft und ihre Schönheit bewegten auch Aphrodite. Im gemeinen Volk war sie als Liebesorakel beliebt und man war davon überzeugt, dass ihre Früchte, die Hagebutten, Gewitter fernhalten konnten.

Im Christentum wurde sie mit der Dornenkrone des Christus assoziiert, ihre Blüten mit dem erlösenden Liebesopfer seiner Wundmale.

Ernte: Gepflückt werden die Knospen und wenn diese getrocknet sind, werden die einzelnen Blütenblätter abgesteift und verwendet.

Heilwirkungen: beruhigend, lindernd, herzstärkend.

Sirup: 1 kg. Rohrzucker,1 El Zitronensäure, 2 Zitronen, 1 Handvoll Blüten, 1 L Wasser. Blüten in 1 Glas füllen, mit Wasser übergießen, 3 Tage stehen lassen, abschütten, Blüten auspressen. Restliches Rosenwasser mit den Zutaten zu einem Sirup erwärmen und in Gläser füllen.

"Als Allerhöchste bist du anerkannt,

Bist Königin des Blumenreiches genannt;

Unwidersprechlich allgemeines Zeugnis,

Streitlust verbannend, wundersam Ereignis!

Du bist es also, bist kein bloßer Schein,

In dir trifft Schau`n und Glauben überein;

Doch Forschung strebt und ringt, ermüdend nie

nach dem Gesetz, dem Grund Warum und Wie."

J.W.Goethe (!749-1832)

 

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HELICOTHERAPIE

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