Weide

 

SALIX ALBUM (SILBERWEIDE)

SALIX CAPERA (SALWEIDE)

SALIX VIMINALIS (KORBWEIDE)

Mondbaum

HEILKUNDE

Hippokrates, Paracelsus, Culpeper und viele andere wußten, daß sie gegen Schmerzen hilft, gegen Fieber und Rheumatismus.

1827 wurde der Hauptwirkstoff Salicin entdeckt, und das führte zur künstlichen Herstellung der Acetylsalicylsäure - Aspirin.

Die Weiße Weide (Salix alba) galt als Verhütungsmittel, Hexenpflanze.

Bachblüten: sie hilft dort, wo Schuldzuweisungen, von eigener Verantwortung ablenken.

MYTHOLOGIE

Die Weide als weiblicher Baum (Hellsicht, Wahrsagung).

Persephone besaß einen Hain, in dem Weiden und Pappeln wuchsen.

Legende: Hera, die Gemahlin von Zeus, wurde unter einer Weide auf der Insel Samos geboren.

Ein heiliger Baum der Dichter.

Circes (Kirke) Weidenhain war der Totengöttin Hektate gewidmet, ihr Hain barg den Eingang zur Totenwelt und in ihren Bäumen waren die Toten aufgehängt.

In Schottland Symbol für Stärke und Harmonie. (Stab der Gerechtigkeit - in der Rechtssprechung)

NUTZUNG

Flechtwerk, Hausbau.

Material von Harfen (die älteste Harfe, 12. Jhdt. ist aus einem einzigen Stück gearbeitet.)

Für die Herstellung von Wünschelruten war/ist sie von allergrößter Bedeutung.

MEDITATION

Das Kühl - Feuchte, das stark Durchleuchtete.

Ein Segensbaum, Mondbaum.

Sie atmet mit den Gezeiten des Mondes, mit Ebbe und Flut der Gewässer von Gaia.

Mütterliches Prinzip.

"Eine Ausstrahlung einer der 3 Nornen, die beim Urdbrunnen leben."

Sie liebt wässrige Plätze und wird dem Unbewussten zugeordnet. Wasser steht ja auch für den Kreislauf des Lebens, in ihm ruht Fruchtbarkeit – löst aber auch Furcht aus – sich im großen Ozean zu verlieren….

Bildhaft wird uns dies auch in der griech. Mythologie gezeigt. „Lethe“ war der Fluss in der Unterwelt, der Fluss des Vergessens. Im Altertum war sie der Baum der Persephone, der Göttin der Unterwelt. Der Baum der Hekate, der Herrin der nächtlichen Zauber, und der Circe, die Gefährten des Odysseus in Schweine verwandelt. Alle drei verkörpern den Mondaspekt, dem Todesaspekt der 3fachen Göttin. (auch: Mond – Wasser – Weide)

Bei uns war sie ein Hexenbaum – das Zepter der Hexengöttin war aus Weidenholz, der Hexenbesen aus Weidenzweigen und der Teufel hauste gerne in Weiden. Wo sie wuchs, waren schauerliche Plätze an denen sich unheimliche Gestalten herumtrieben. Verbrecher wurden gerne an Weidenbäumen aufgehängt.

Alle Lebewesen mieden den Baum, außer dem schlauen Kuckuck, der sich in ihm sicher fühlte.

Solch ein Baum kann nur im Mittelpunkt magischer Bräuche stehen. Man legte geweihte Palmzweige in Form eines Drudenfußes unter ihn.

Die Weide ist zweihäusig, d.h. der männliche Baum trägt keine Staubblüten, daher kam man zur Ansicht, er mache unfruchtbar. Verzweifelte Frauen gewannen aus dem Baum (Weiße Weide, salix alba) Verhütungsmittel.

Nur der Holunder hat in der symphatischen Medizin einen so hohen magischen Stellenwert wie die Weide.

Alle Arten von Krankheiten wurden auf sie übertragen (Fieber gab man ihr des Abends – man hing 1 Haar, Stofftuch… an ihre Äste und es blieb so lange dort, bis das Fieber verschwand.

Doch auch positive Eigenschaften – im Frühjahr sprießen schnell frische Zweige aus umgestürzten Bäumen.

Er wird bei Regenzauber beachtet und in Israel heißt das Wasserfest auch Weidenfest.

Im Buddhismus werden bei Regenandachten Weidenzweige genommen und in China galt er als Sinnbild für weibliche Anmut und Schönheit.

In Europa wurden Weidenzweige eher bei verlorener Liebe verschenkt.

 

Heilwirkung: Hippokrates (460 v. Chr.), Paracelsus (1493 – 1541), Culpeper (1616 -1654) und viele andere Heilkundige wußten, dass Mittel aus der Weide gegen Schmerzen, Fieber und Rheumatismus helfen. 1827 wurde aus dem Baum der Hauptwirkstoff Salicyn erforscht und führte zur künstlichen Herstellung der Actylsalicylsäure, unser heutiges Aspirin.

 

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