Wasserdost

 

Eupatorium cannabinm

Familie: Korbblüter, Asteraceae

Das Kunigundenkraut liebt feuchte, nährstoffreiche Böden, Auen, Teich- und Bachufer, schmeckt bitter und scharf. Es blüht den ganzen Sommer über, Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten sind seine Gäste. Es wird angenommen, das es bereits in der Antike zu Heilzwecken bei Vergiftungen und Erkrankungen der Leber und Milz verwendet wurde.

 Im Mittelalter wurde die Pflanze auch "Wetterkühl" benannt und war eines der Kräuter für den Wetterzauber. Heute tun wir uns schwer an den Wetterzauber zu glauben doch, wer das Wetter beherrschte, gewann das Ansehen des Volkes. Mit lichtgesättigten Kräutern wurden in rituellen Zeremonien Unwetter vertrieben: " Hartheu (Johanniskraut) und Dill, macht`s Gewitter still". "Eisenkraut und Hartheu brennt an, dass sich das Gewitter stau". Die Pflanze wurde auch "Hirschpflanze" genannt, da Hirsche sehr feinfühlig auf Wetter waren und sind.

Nordamerikanische Indianer verwenden Blätter und Blüten als schweißtreibendes Mittel.

Heilwirkungen: Entzündungshemmend, Stärkung des Immunsystems bei grippalen Infekten, bei Schnupfen, Heuschnupfen, Leberleiden, Hautproblemen.

Oberirdische Teile zu Beginn der Blütezeit sammeln.

Tee: 1 Tl Wasserdost mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen.

Keine Langzeitbehandlung und nicht trinken bei Hautproblemen und Schwangerschaft.

Auszug: 30 g getrocknete Wurzel in 1/2 Liter kochendes Wasser geben. 10 Minuten ziehen lassen.

Auszug: bei Leber- und Milzproblemen: 2 TL des Krauts in 1/2 Liter kaltem Wasser ansetzen und 8 - 10 Stunden ziehen lassen.

Durchwachsener Wasserdost: Eupatorium perfoliatum. Ein Bewohner Nordamerikas, der sumpfige Gegenden bevorzugt. Heilwirkung: Grippe, Rippenfellentzündungen, Lungenentzündungen, Fieber.

 

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