Stechpalme

 

ILEX AQUIFOLIACEAE

„HÜLSEN“

Druidenpflanze

Keltischer Name: „Kolenno“

Seit der mittleren Steinzeit ist die Stechpalme eine Begleiterin der Eiche. Bis heute liebt sie ihre Nähe.

Bei den Kelten war sie allerheiligste Druidenpflanze.

Mythologisch treffen wir sie in England, in der Sage von Tristan und Isolde.

„Drei Bäume gibt es von edler Art, die Stechpalme, das Efeu und die Eiche.

Solange sie leben tragen sie Blätter. Tristan gehöre ich, solange er lebt.“

Die Inselkelten schmückten und schützten zur Sommersonnenwende ihre Häuser nicht nur mit Misteln und Efeu.

Auch die Stechpalme war von Bedeutung und ist es bis heute, sie ist nicht wegzudenken.

Plinius schreibt ihr die verschiedensten Zauber- und Heilkräfte zu.

Es schützt das Haus vor Blitzschlag und Verzauberung, ihre Blüten verwandeln Wasser zu Eis,

Tiere würden von ihrem Holze zahm.  

Die Zweige des "Schradlbaumes", so heißt sie auch in Österreich, wehrten die „Schradln“, üble Geistwesen ab.

Sie gehörten mithineingebunden in den Besen, um den Rauchfang, indem sie sich versteckten, sauber zu halten.

Im 16.Jahrhundert wurde sie kirchlicherseits als Weihnachtsschmuck verboten (gelang bis heute nicht!).

Eine weitere Gelegenheit, Bäume und Pflanzen zu diffamieren, bot die Dornenkrone.

Alles was Dornen und Stacheln hatte, wurde als teuflisch gebrandmarkt: neben der Stechpalme: Weißdorn,

Schwarzdorn, Stechginster, Wildrosen, ...

Die Pflanze ist für den Menschen giftig. Futter für Amseln, Drosseln, Rotkehlchen und Mönchsgrasmücken.

Sie verbreiten die Samen. Auch ein beliebter Schlafplatz!

 

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HELICOTHERAPIE

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