Salbei

 

SALVIA OFFICINALIS

„Cur moriatur homo, cui salvia cresit in horto ?“

“Wie kann ein Mensch sterben, der Salbei in seinem Garten hat?”

Lateinisch: Salvia - salvare: heilen, gesunden.

Diese Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde von christlichen Mönchen im Norden Europas verbreitet. Die hochwertige Heilpflanze wird an sonnigen Plätzen bis zu 1 Meter hoch und die Blätter haben den typisch bittersüßlich angenehmen Geruch.  

Von jeher war er in der Heilkunde eine wichtige Pflanze, davon zeugt auch der alte Spruch ( 1150): "Salvia salvatrix naturae conservatrix" "Der Salbei ist die Erretterin und Erhalterin der Natur".

Plinius (23 - 79 n. Chr.) empfiehlt gegen  Husten Salbei mit Ysop unter der Beimengung von Bienenhonig zu trinken. Prälat Kneipp (1821 - 1897) schreibt in seinem Buch "Wassercur", dass alte, eiternde Wunden mit einem Absud aus Salbei ausgewaschen oder überbunden, sicher und schnell heilen.

Im Süden Europas gibt es bis heute herrliche Salbeilandschaften, an den Berghängen des Balkans, Griechenlands, Spaniens, an der dalmatinischen Küste... „ Räucherwerk auf dem Naturaltar“. Eine hohe Heilwirkung hat der auf Kreta wachsende „ Salvia pornifera“.  

 

Indianischer Räuchersalbei

Salvia apiana

Heilwirkungen: Die Pflanze kräftigt den gesamten Körper, kann Schlaganfälle verhüten helfen, wirkt bei starkem Schwitzen, bei Darmstörungen, ist entzündungshemmend, leberstärkend, blutunsauslösend und wundheilend, (gurgeln, spülen, Umschläge...). Salbei wirkt zusammenziehend. Eine Pflanze die bei Asthma helfen kann.

Hoher Gehalt an ätherischen Ölen, daher gut für den Wärmehaushalt des Menschen.

Regt den Stoffwechsel und Blutkreislauf an.

Schwangere und stillende Mütter sollen den Salbei meiden. Er kann Kontraktionen der Gebärmutter auslösen und den Milchfluss stoppen.  

Wiesensalbei, salvia pratensis

man findet ihn auf Böschungen, Weiden und Wiesen. Die dunkelblau violetten Blüten strömen einen aromatischen Duft aus. Er wird gerne zur Herstellung von Salbei Essig verwendet. Eine Handvoll Blüten (Sammelzeit Mai - Juni) läßt man im Naturessig ausziehen und benützt ihn als wohltuende belebende Einreibung. Naturessig: Flasche bis zum Hals mit Blüten füllen, Naturessig einfüllen und 14 Tage in der Sonne stehen lassen.

Der klebrige Waldsalbei, salvia glutinosa, mit seinen gelben Blüten wächst gerne an Waldrändern und seine Wirkkraft gleicht die der anderen Salbeiarten.

Muskatellersalbei, salvia sclarea L. riecht stark, fast betäubend. Die herzförmigen, zottigen Blätter werden oft dem Wein zugesetzt, um ihm Muskatellergeschmack zu geben. Dazu kommen Zucker und Hefe und dies ergibt den Clary wine. Als Tee zubereitet wurde er gegen Blutspeien gegeben und gegen den "Blauen Husten" (Stickhusten).

Tee zur äußeren Anwendung: 1 Teelöffel Salbeiblätter in 1/2 Liter kochendem Wasser 10 Minuten ziehen lassen.

Auflegen von frischen Salbeiblättern bei: Brustentzündungen, Zahnfisteln, Zahnfleischentzündungen.

Sitzbäder: 2 Hände voll Blätter über Nacht im kalten Wasser ansetzen, am nächsten Tag erhitzen und ins Badewasser geben. Für Frauen mit Unterleibserkrankungen ist ein wöchentliches Sitzbad (Dauer 20 Minuten) empfehlenswert. 

Altes Rezept: 17 - 18 Gramm Salbeiblätter mit 1/2 - 3/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 1/2 Stunde lang ziehen lassen, dem kalt gewordenen Tee 1/4 Liter Rotwein zusetzen und alle 2 Stunden 1/2 Tasse trinken. Dies reinigt die Leber und Nieren und befreit vor übermäßigem Schweißen.

 

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