Ringelblume

 

Calendula

"Mariengold"

Lichtpflanzen wurden in der Geschichte der Menschheit nach ihrem Nutzen und ihrer Wirkung klassifiziert. Form, Farbe und Ausstrahlung waren maßgeblich.

Ägypter, Griechen und Römer, die Mönche des Mittelalters und Paracelsus hatten diesen empirischen Zugang. Die Natur ist eine lebendige Harmonie, die lebendigen Wesen sind durchdrungen von der Ausstrahlung des göttlichen Geistes.

Mit dieser Geisteshaltung ist es seit den Zeiten der Aufklärung  leider bis heue vorbei. C.v.Linne (1707 - 1778 erfasste das Wesen der Pflanze wissenschaftlich, indem er sie mit objektiven Daten versah und bis dato gibt es wenig Raum für das Einfühlen ins Lebendige. Messen und Zählen haben den Vorrang.

Was wir aber benötigen ist: ein Miteinander: Messen, Zählen, Einfühlen, Schauen, Erschauen... .

Im Besonderen gilt das für die Ringelblume, die ab dem Mittelalter in den Klostergärten gezogen wurde.

1574 gab der französische Arzt und Pflanzenkenner Antonio Mizalolo die Schrift :

"Medicus hortus et hortense pauperum pharmacapolinum locuples" heraus.

Über die Garten- und leicht kultivierbaren Medizinen, die von Zauberhändlern für die Armen als bewährte und ergiebige Heilmittel eingesetzt werden.

Er empfahl als weitere Heilmittel: Zwiebel, Holunder, Petersilie, Walnuss, Fenchel, Lattich, Waldbeeren, ... .

Wahrscheinlich ist die Pflanze mit den Römern in den Norden gekommen.

 Benediktinermönche waren in ihrem Orden verpflichtet, medizinische Handschriften zu vervielfältigen und ab 800 n. Christus finden wir die Ringelblume (Ringula, Ringella, Ringeln) oft gemeinsam mit Arnika in den Schriften verzeichnet.

Für alle Heilpflanzen ist es von Bedeutung, wo sie wachsen. Mit der Umgebung bilden sie ein natürliches Biotop und mit dem Menschen eine energetische Verbindung. Die globale Vernetzung bringt es mit sich, dass immer mehr Heilpflanzen, die bei uns heimisch sind, in "Billiglohnländer" angebaut werden und zu Schleuderpreisen auf den Markt kommen. Eine fatale Entwicklung, da Mensch und Pflanze in einem sensiblen Miteinander leben. Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, wenn es um Heilung geht, dass heißt, wenn ein blockierter Energiezustand, der zu Krankheit führen kann, wieder ins Gleichgewicht gebracht werden muss. Ob eine Heilpflanze ihr volles Potential entfalten kann, hängt vom Zusammenspiel aller Beteiligten ab.

Die Anwendungen der Ringelblume im physischen, psychischen und geistigen Bereich sind vielfältigst. Eine Lichtpflanze, eine Seelenpflanze mit kräftigen Durchsetzungsvermögen.

Ringelblumensalbe, nach alter Rezeptur:

250 Gramm reines Schweinefett  erhitzen und Blüten, Blätter und Stengel der Ringelblume dazugeben. Unter kräftigem Rühren kurz aufkochen lassen und langsam abkühlen. Nach dem Erkalten leicht erwärmen, die Salbenmasse durch ein Tuch pressen und in Gläser füllen.

Bei Umschlägen streicht man sie dick auf ein Tuch auf und legt dieses an die verwundete Stelle. Bei: Durchblutungsstörungen, Erfrierungen, Fußpilz, Abszess, Adenom, Arthritis, Juckreiz, Krampfadern, Narben, Stichwunden, Insektenstichen,  Rheuma, Gelenksdeformierungen, Venenprobleme.

Ringelblumen - Essenz: 1 Handvoll Blüten in eine Flasche füllen und diese mit 1 Liter Kornbranntwein übergießen. 2 Wochen in die Sonne stellen. Die dadurch gewonnene Essenz kann mit Wasser verdünnt werden. Ein sehr gutes Heilmittel bei Muskelzerrungen, Bluterguss und Prellungen, Beulen.

Ringelblumen - Saft: Die gesamte, frische Pflanze entsaften. Hilft bei Quetschungen, Muttermalen, Gesichtsflecken, Hautflecken, Pigmentfelcken, Krätze, Warzen, Würmer, Fettsucht.

Ringelblumen - Tee: 1 Teelöffel Blüten mit 1 Tasse heißem Wasser kurz überbrühen. tagsüber trinken. Hilft bei Sehschwäche (in ein Augenglas füllen), Durchfall, Sodbrennen,  Blutreinigend.

Fragen sie auch ihren Arzt!

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