Oderming

 

Agrimonia eupatoria

Steinwurz, Königskraurt, Bruchwurz, Leberklette

Familie: Rosoideae

Es gibt etwa 15 Arten, die vorwiegend in unseren Breiten heimisch sind.

Die Blätter riechen aromatisch und gewürzhaft. Der Odermingsaft (Succus Herbae Agrimoniae) sowie eine starke Einkochung der Wurzel ist schon von den Alten (Plinius und Dioskurides) erwähnt und gegen Durchfälle, Stockungen der Leber und Milz, gegen innere Verbreiterungen, als Lungen und Leberabszesse als heilsam befunden worden.

Walahfried, der Abt des Klosters auf der Insel Reichenau im Bodensee erwähnt ihn 827 in einem Gedicht, in dem er 23 Heilkräuter besingt und er wurde in das "Herbarius" welches um ca. 400 vom Pseudo-Apuleius niedergeschrieben wurde aufgenommen. 

Äußerlich kann der Odermingsaft bei Eitergeschwüren gegeben werden. Bei Müdigkeit destilliere man die frische Pflanze und gebe sie ins Bad.

Mann sammelt die Blätter im Hochsommer, trocknet sie im Schatten und hebt sie gut verschlossen auf, damit das flüchtige Öl (ätherische Öle) nicht verloren geht.

Heilwirkung: den in ihm enthaltenen Gerbstoff Catechin wird er bei: Durchfallerkrankungen, Hautentzündungen (Kieselssäuregehalt) und bei Entzündungen der Mundschleimhaut verordnet. Stimmungsaufheller bei chronischen Leber- und Gallenleiden. Verbesserte Ausscheidung durch Toxinbindung. Nervenmittel bei seelischen Erkrankungen.

In der Volksmedizin auch als blutstillendes Mittel beliebt.

Tee: bei Verdauungsproblemen: 1 TL mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, 1/2 Stundeziehen lassen. Täglich 2 Tassen trinken.

Kräuterbad: 200g Kraut auf 1 Vollbad.

Mischee bei Leberleiden: Oderming, Labkraut, Waldmeister mischen. 2 TL auf 1/4 Liter heißem Wasser, kurz ziehen lassen.

Die Pflanze lockt Bienen an und Wird von Rinden, Schafen und Wildtieren gerne verspeist.

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HELICOTHERAPIE

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