Minze

 

Mentha

Familie: Lippenblütler, Lamiaceae

Die Pflanze der 100 Tugenden

Alle Minzenarten sind Heilkräuter und seit langem in unserer Kultur. Sie lieben gemäßigte Wärme, Licht und feuchte, moorige Böden, brauchen keine Pflege, sie wuchern von alleine. 

In altägyptischen Gräbern (1200-600 v. Ch.) wurden Reste der Minze gefunden. In griechischen Gärten wurde sie gezogen, so schreibt Theophrast (372-287 v. Ch.) Diskurides , und Plinius (23 - 79 n. Chr.). Es ist anzunehmen, dass sie über Südeuropa den Weg in die Klostergärten fand und von da aus in die Bauergärten. Sie wird auch in den "Capitulare" der Karolinger erwähnt und sehr ausführlich behandelt ihre Wirkkraft Albertus Magnus (1200 - 1280), der die in den Gärten gezogene Mentha von der wild wachsenden unterscheidet. In den Beschreibungen des Mittelalters finden wir vor allem die Krauseminze. (Die Firma Demeter baut derzeit in Ägypten die Krauseminze wieder an). Überall im Orient trifft man auf sie. 

 

Pfefferminze: Mentha piperita

Vom Engländer Ray gezüchtet, fanden alle Pfefferminzarten von England aus in den amerikanischen und europäischen Raum. Die Blätter pflückt man ehe die Blüten kommen und trocknet sie rasch! Sie sind Bestandteil vieler Teemischungen, die bei Magen- Darm- Gallen- und Leberleiden helfen.

Heilwirkungen: antiseptisch (Mentholgehalt), verdauungsfördernd, reguliert Magen, Leber, Galle, Darm. Bekämpft das Luftschlucken, regt Herz- und Nervensystem an, stark schmerzlindernd, belebend, beruhigend, erfrischend, durchwärmend. Hilft bei Verstopfung, Krämpfe, Blähungen. Verstärkt Menses, hebt die Potenz, ist liebesfördernd.

Tee: 1 EL Blätter auf 1/4 Liter heißes Wasser. 10 Minuten ziehen lassen.

Tee: bei Magen- und Darmerkrankungen:  1 TL Pfefferminze, 1 TL Kamille.

Aufguss: bei Migräne und Rheuma, Wickel lösen bei Frauen Spannungen in der Brust.

Tinktur: 20 g getrocknete Blätter in 1/4 Liter Alkohol (70%, oder 50:50 Wasser-Alkohol Gemisch), 7 Tage ziehen lassen, abseihen, abfüllen.

Flohminze: Mentha pulegium 

Sie kam aus den Stromtälern Eurasiens und des Mittelmeergebietes zu uns uns liebt besonders nasse Standorte. Heilwirkungen: krampflösend, verdaungsfödernd, Bei: Lungenleiden, Asthma, Keuchhusten.

Frauenminze: Hedeoma pulegioides

Sie ist auf kieseligen Plätzen Nordamerikas heimisch. Heilwirkungen: Regt Leber- Galle- und Milztätigkeit an, fördert die Durchblutung weiblicher Sexualorgane.

Rossminze: Mentha longifolia

Sie kommt in der Natur am häufigsten vor. Wohlschmeckend und wohlriechend.

Wasserminze: Mentha aquatica

Bachminze, im Mittelalter gegen Seitenstechenverwendet.

Ackerminze: Mentha arvensis

Sie bildet wie andere Minzearten gerne Bastarde mit anderen Minzenarten. Sie enthält 90% Menthol im ätherischen Öl.

Grüne Minze:  Mentha spicata L.

Ähren- oder Waldminze. Sie ist die Grundlage für viele industrielle Produkte.

Krauseminze: Mentha crispa L.

Sie wird in China, Norddeutschland und Skandinavien großflächig angebaut und schon im 16. Jhdt. verwendet. Ab dem 18. Jhdt. wurde sie durch die Pfefferminze zurückgedrängt und hat ähnliche Wirkkraft wie diese. Besonders gut hilft sie bei choleraartigen Anfällen und ist die ideale Minzenart für empfindliche, reizbare Menschen.

In unseren Breiten zählen wir bis zu 30 Arten, die sehr oft an ihrem Geruch erkennbar sind

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HELICOTHERAPIE

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