Knoblauch

 

ALLIUM SATIVUM L.  

Lauchgewächs (Liliengewächs)

Er liebt einen schweren, gut gedüngten Boden, mäßig feucht.

Knoblauch wird seit 5000 Jahren arzneilich genutzt. Herodot schreibt, dass die Hauptnahrung beim 

Pyramidenbau in Ägypten aus Zwiebeln, Rettich und Knoblauch bestand.

Phönizier, Griechen, Römer, Germanen, bauten ihn an, als Heilmittel, 

Gewürzpflanze und Schutzpflanze. Er wird von Galenus, griechischer Arzt (129 n. Chr.), als "Theriak der Bauern" gepriesen, war ein exponiertes Heilmittel als die Pest wütete und wurde im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen als Arznei zum Anbau freigegeben. Wenn uns jetzt statt der Pest die "Grippewelle" überrollt, dann kann uns Knoblauch (und Zwiebel) helfen. 

Er galt all die Jahrhunderte als Universalschutz gegen negative Beeinflussungen. Hölle und Teufel werden auch heute noch mit Schwefelgeruch assoziiert und Knoblauch hilft gegen den beißenden Gestank den diese Geister verbreiten. Daher gilt er auch als "Berufskraut", berufen, beschreien....ein Besprechen im bösen Sinne... Schadenszauber durch Worte. Er war wegen seines Geruches immer wieder verboten. Die griechische Göttin Kybele verbot den Genuss von Knoblauch vor dem Betreten ihres Tempels. Und auch der Prophet Mohammed verbot das Essen von Knoblauch vor dem Betreten der Moschee.

Der starke Geruch der Pflanze verleiht ihm seine Heilkraft. Kräuterpfarrer Künzle empfahl in seinem Buch "chrut und unchrut" Kindern als Schutz Knoblauch und Zwiebel um den Hals zu binden.

Im 19. Jhdt. gelang es dem Chemiker Wertheim den schwefeligen Inhaltsstoff "Schwefelallyl" zu isolieren und seit damals sind viele weitere wichtige Inhaltstoffe isoliert worden. Er gilt heute als Breitbandantibiotikum.

Heilwirkung: Blutdrucksenkend, antisklerotische Wirkung. 

Heilsame Wirkung bei Nikotin- und Vitamin-D Vergiftungen. Heilwirkung im gesamten Atmungsbereich, Zu allen Zeiten schwor man auf die liebesfördernde Wirkung. (Römer liebten ihn ob dieser Wirkung).

Rezept: Entgiftung (ayurvedische Medizin): In 1 Glas Wasser gibt man den Saft einer Zitrone und 1 zerquetschte Knoblauchzehe, süßt mit 1 TL Honig.

Knoblauchschnaps: bei Beginn von Erkältungen und in Zeiten von Grippewellen: 1 Handvoll Knoblauch fein zerschneiden, in ein Glas füllen und mit 1/2 Liter Weinbrand (oder 50% Wasser, 50% Alkohol) übergießen einige Löffel Rohrzucker dazugeben und einige Tage in die Sonne stellen, abseihen.

Römischer Liebestrank: Knoblauch und Koriander zerdrücken und in ein Viertel Wein mischen.

 

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HELICOTHERAPIE

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