Käsepappel

 

Malva neglecta

 Sie wächst an unverbauten Orten, rund um die Dörfer und Städte, so die Böden nicht mit Pestiziden verdorben sind. 

Diese heilkräftige Malve hat eine dem Eibisch ähnliche Konsistenz. Ihre Wirkstoffe wirken mild, nährend, reizmildernd, einüllend, erschlaffend, entspannend. Verwendet werden Blätter und Blüten bei allen Erkrankungen, die eine schmerzhafte Oberfläche aufweisen.

Hildegard von Bingen (1098 - 1179) wies auf die magenstärkende Wirkung des Tees hin und empfahl sie auch als Gemüse zu essen (alle Teile der Pflanze zerkleinern und kurz dünsten). Früher gab man diese Pflanze Schwindsüchtigen, heute jenen, die an chronischer Verstopfung leiden.

Cicero und Horaz besingen die Malve und die Frauen jener Zeit verwendeten sie als Schönheitsmittel.

Hieronymus Bock (1577) schreibt: "Plinius schreibt/ welcher allen tag eindruck thu vom pappelsaft (Malve)/ der sei denselbigen tag fur allen zufallenden kranckheiten behüt".

Heilwirkungen: Entzündungen im Hals- und Rachenraum, Magenerkrankungen, Hautleiden, Hauttumore,

Verschleimungen, Augen- und Ohrenerkrankungen... .

Tee: Blüten und Blätter in kaltem Wasser ansetzen (hitzeempfindlich!) und vor dem Trinken erwärmen. Dieser Tee ist zum Gurgeln und  als Badezusatz zu verwenden. Sitzbäder helfen ei Erkrankungen der weiblichen Organe.

Tee: bei Verschleimungen: 1 Teil Käsepappel, 1 Teil Holunder, 1 Teil Königskerze

Kompressen: bei Hautleiden: Blätter, Blüten und Wurzel zerquetschen und in ein Tuch packen. Diese Umschläge erweichen und sind auch das Rezept für die 2000 Jahre alten Schönheitskuren.

Malvenkraut in Milch (wenn vorhanden: Ziegenmilch) aufgekocht soll bei Magenbeschwerden Wunder wirken.

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HELICOTHERAPIE

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