Johanniskraut

Hypericum perforatum

Hartheu

Die Lichtpflanze wächst europaweit auf steinigen, trockenen Kalkböden, Wiesen und Waldrändern. Eine genügsame Pflanze. Bekannt sind über 400 Arten, an die 10 wachsen in Europa.

Die Mittsommerpflanze "saugt" Licht an, ist aber gut im Erdreich verwurzelt.

Zur Zeit der Sommersonnenwende öffnet sie meist ihre Blüten und hat die höchsten Sonnenkräfte gespeichert. Die kleinen, radiär und symmetrisch angelegten Blütenblätter sind wie kleine Sonnenscheiben. Die große Fülle an Lichtkräften zeigt sich an den zahlreichen Staubfäden, die strahlenartig von der Blüte ausgehen.

Getrocknete Blüten und Stengel verströmen einen würzig harzigen Duft.

Historie:

Gepriesen von den Ärzten des Altertums (Plinius der Ältere, 79 n. Chr.; Dioskurides, 1. Jhdt. n. Chr.; 

Galenus 130 - 210 n. Chr.). Auch in dieser Zeit schon eine Schutzpflanze. Sie wurde über den Malereien der Gottheiten gehängt, um Schutz zu erbitten. Daher auch der Name Hypericum: griechisch: hyper=über, eikon = Bild.

Im Mittelalter ein wichtiges Beschrei- und Berufskraut, bei Teufels- und Hexenaustreibungen in Verwendung. Schutzpflanze vor negativen äußeren Einflüssen (Besessenheit, Besetzungen...).

"Geist kämpft wider Geist", "Licht kämpft gegen Dunkelheit".

In der Geisteshaltung unserer Ahnen hatte die Sonne die Macht, alles Negative zu bannen. Das leuchtende Kraut galt in dieser Gesinnung als Besonders heil- und zauberkräftig. Das rote Blut, der rote Saft, der beim Zerdrücken aus der Blüte quillt, wurde mit dem Blute Christi assoziiert, Luzifer besonders zuwider!

Paracelsus (1493 - 1541) empfahl das Kraut bei "Phantasmata", krankhafte, bedrohliche Bilder, die den Menschen quälen. Er war überzeugt, das Licht der Pflanze werde diese stoppen.

Er empfahl auch das Hartheu als Amulett zu tragen.

Eine Abschirmpflanze gegen negative Strahlung (kosmisch) seit jeher.

Heilwirkungen:

Seit über 2000 Jahren als Heilpflanze in Verwendung und heute von der Schulmedizin optimal erforscht.

Die im Handel erhältlichen Produkte haben sich durchgesetzt.

Verordnet bei: Angststörungen, Unruhe, leichten Depressionen, Trübsinn, Schwermut, Migräne... .

Bei: Wundheilung, Verbrennungen 1. Grades,, Narben, Rheumatischen Erkrankungen, zur Steigerung der Leberfunktion... .In der Homöopathie: bei Psychosen, funktionellen Depressionen, bei manisch - depressiven Zuständen.

Gegenanzeigen: Fragen sie ihren Arzt!

In Zeiten von Überbeanspruchung hebt sich das Wohlbefinden, entspannt und öffnet die Sinne zum Licht.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Glykoside, Flavone, Pektin, Cholin, Stearin, ... Hyperforin... .

Rezepte:

Tee: Vielleicht der wichtigste Heiltee der Gegenwart.

2TL des Krautes mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. stehen lassen, abseihen.

Die stimmungsaufhellende Wirkung tritt nach 4 - 6 Wochen ein.

Kräuteröl:

Frisch gepflückte Blüten in Pflanzenöl (kalt gepresstes Olivenöl od. Distelöl) geben und an einem sonnigen Platz 4 - 6 Wochen stehen lassen. Abseihen und das Öl in einer dunklen Flasche bis zum Gebrauch aufbewahren.

Mentale Übung:

Beobachte die goldgelbe Sonnenpflanze, nimm sie wahr und speichere sie in deinen Erinnerungen. Du hast in der dunklen Jahreszeit einen Schatz, den du innerlich jederzeit ausbreiten kannst. Diese

Bilder bringen dir Licht in deine Seele. 

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HELICOTHERAPIE

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