Himmelschlüssel

Echte Himmelschlüssel, Primula veris, primula officinalis.

Familie: Primulaceae

Man findet sie auf Wiesen, grasigen Berghängen, sie liebt kalkige Böden und blüht von April bis Mai.

Die dickfaserige Wurzel schmeckt nach Anis, die grundständigen Blätter sind runzelig, die Blumenkrone ist gelb, mit 5 orangefarbenen Tupfen.

Sie ist eine Futterpflanze für Schmetterlingsraupen.

Heilwirkungen: In der Volksmedizin werden und wurden, durch die Jahrhunderte, alle Teile der Pflanze verwendet. Hilfreich bei: Husten, Rheuma, Gicht, Harnproblemen, Migräne, Schwindel, Neuralgien,  Schlafstörungen und bei Schwermut (heute eher Depression genannt). Die Pflanze enthält vor allem Saponine und Bitterstoffe.

Historie: Druidenpflanze, geliebt und geschützt von Erd- und Wasserwesen. Eine wichtige Zauberpflanze

im Mittelalter: Dort bekam sie auch den Namen: Schlüssel zum Himmel, Petripflanze oder St. Petri Kraut. Im Volksglauben entstand die Pflanze dadurch, dass ein Schlüssel dem heiligen Petrus auf die Erde fiel und auf der Erde dieser Schlüssel zur Schlüsselblume wurde. Im 15. Jahrhundert hieß die Pflanze auch "Teufelspisse", weil der Teufel die Wurzel als WC benutzte und diese dadurch Löcher bekam. Wer sie nun in einer Lauge kochte, seinen Kopf darin wusch, der bekam geistige Klarheit und eine Kräftigung seines Gehirnes.

Es wird in Märchen und alten Geschichten erzählt, dass sie zu verborgenen Schätzen den Weg weist. 

Recht viel Schönes wird über die Schlüsselblume erzählt in Gedichten, Versen und Liedern wird sie immer wieder gepriesen.

"Ich bin der Schlüssel zur Tempelpracht,

Die Blumen öffne ich in warmer Nacht,

Erschließe die Herzen zu Jubel und Wonne

Im goldenen Strahl der Frühlingssonne." - Agnes Franz

 

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HELICOTHERAPIE

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