Fenchel

 

Foenicum vulgare

Fenchel wurde für ein gutes Gelingen der Saat verwendet. Am Acker vergraben.

 Nichts war so gefürchtet wie das Eindringen von Dämonen und Hexen in die Häuser.

 Jede kleinste Öffnung mußte abgeschirmt werden.

Man schob einen Fenchelzweig durch das Schlüsselloch und sprach dazu:

"Verbreite den Geruch von Fenchel, und der Geist, der heute Nacht hier eindringen will, bekomme Angst." Als Amulett getragen bot er Schutz vor Behexung.

Wurde bis ins Mittelalter für Zaubertränke verwendet (wie auch die Raute).

 Auch gegen Alpträume, den bösen Blick, gegen Unheil. Eine Zutat bei Räucherungen, macht fröhlich.

 Bei den Ägyptern und Griechen bereits als Gewürz- und Heilpflanze bekannt.

Der Fenchel ist voll von Harmonie, Hildegard von Bingen ( 1089 - 1179) empfahl ihn auch bei Melancholie. Da soll der Mensch seine Samen zerstoßen und Stirn, Schläfe, Brust und Magen damit einreiben. Im Vergleich zu Kümmel oder Anis eher phlegmatisch. Die Sufis schreiben: "Fenchel stärkt das Herz" und ihr Prophet Mohamed soll gesagt haben: " Wenn meine Menschen wüssten, was im Fenchel ist, dann würden sie ihn bereits beim Kauf mit Gold aufwiegen". 

Heilwirkungen: Balsam für den Magen, abführend, blähungswidrig, krampflösend. Wirkt antiseptisch, schleimlösend, anregend auf die Verdauung. Fenchel ist bis heute neben der Kamille und der Pfefferminze ein beliebte Magenheilpflanze.

Rezept: bei Verstopfung: Brennesselblätter dünsten, Fenchel dazugeben und erkaltet essen.

 

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HELICOTHERAPIE

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