Essigrose

 

Rosa gallica

"Siehe, die Rosen im Garten öffnen sich alle dem Licht

Seele, meine Seele, zögere nicht". M. Claudius, 1740 - 181

Diese schon in babylonischer Zeit bekannte strauchartige, pflegeleichte Wildrose ist wild wachsend und liebt lichte Laubwälder und trockene Wiesen. In der Landschaft steht sie selten alleine, sie ist immer in Begleitung von Büschen und Pflanzen. Seit Jahrhunderten wird sie auch in Gärten gezogen, in unserer Zeit wieder vermehrt, da ihr Wildbestand leider zurückgeht. Wildrosen sind nicht gekreuzte Gattungen und man erkennt sie daran, dass sie nicht gefüllt sind, 5 Petale haben, viele Staubgefäße und sich die Blüten zu Hagebutten entwickeln.

Neben ihrer Anmut und Lebensfülle bringt sie den Menschen auch ihre Heilkraft und war und ist ein Ingredienz bei der Herstellung von Parfums, Rosenöl, Rosenwässerchen und Rosenessig.  Um 800 empfahl Karl der Große den Anbau von Wildrosen, auch der "Rosa gallica", der "Apotheker Rose". Man nutze das Destillat zur Augenspülung und für die Heilung von Wunden. Es wird angenommen, dass die Kunst der Destillation aus Persien stammt und wir bis heute da so gewonnene Rosenöl verwenden dürfen.

Die Blätter werden im Sommer gesammelt, sie enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe, Gerbsäure, Geraniol, Saponine.

Hildegard von Bingen empfahl das Auflegen der Blätter bei Jähzorn und triefenden Augen. Salben (mische auch Salbei hinein) bei Krämpfen und Lähmungen.

Heilwirkung: adstringierend, blutstillend, nervenstärkend. Bei Herzbeschwerden, Kopfschmerzen, Lungenleiden. Heilung im Mund- und Rachenraum. 

Bienen  und viele Insektenarten sind in ihren Blüten anzutreffen, die Hagebutten dienen als Futter und die dichten, verholzten, stacheligen Zweige bieten vielen Tieren Unterschlupf.

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HELICOTHERAPIE

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