Eibe

 

TAXUS BACCATA

Göttebaum, Saturnbaum.

Die Gattung „Taxus“ geht in der Erdgeschichte ins obere Jura (150 Mio. J.) zurück, die Art „baccata“ ist 15 Millionen Jahre alt. Diese grünen Denkmäler sind die ältesten Bäume Europas. Diese Ur- Bäume haben eine einzigartige ökologische Strategie und eine ungeheuer vitale Regenerationskraft. Die Eibe wächst extrem langsam, dadurch wird ihr Holz schwer, dauerhaft, hart und zeigt eine besondere Elastizität.

Alte Fundstücke aus Holz sind selten, doch sind uns zwei hölzerne Jagdwaffen (Speere) aus Eibenholz, 150 000 Jahre alt erhalten. Zahlreiche Funde stammen aus der Jungsteinzeit (Löffel, Messer, Bögen…), Eibenholznägel wurden in frühmittelalterlichen Schiffen gefunden. Für die Herstellung verschiedener Langbögen war dieses besondere Holz besonders geeignet und so kam es, ausgehend von England zur Katastrophe. Es entstand ein richtiger Waffenhandel mit verflochtenen Transportwegen und der Rohstoff Eibenholz zum begehrten Material. Eibenwälder wurden in Österreich, Bayern, Süddeutschland und überall wo man diese vorfand abgeholzt. Dieser Raubbau mit seinem Abschlachten der Eibenhaine hatte astronomische Ausmaße angenommen. In den letzten 500 Jahren konnte dieser Frevel nicht wiedergutgemacht werden, die Eibenbestände sind in ganz Europa erschöpft.

 

Rune: Eihwaz

Mythologie

In dieser komplexen Thematik steht die Eibe  wie andere Bäume auch, als „Baum des Lebens“, als „Zentrum der Welt“.  Sie symbolisiert die Einheit aller Gegensätze (Sonne und Mond, Tag und Nacht, Sommer und Winter, weiblich und männlich…). Symbolisch steht sie für Weisheit und Wissen, für Leben und Tod. In den Kulturen des Altertums war sie als Baum des Lebens Sitz weiblicher Gottheiten. Die Eibentraditionen führen uns zu Übergangs- und Unterweltsriten und enthüllen uns wichtige Themen von Geburt und Wiedergeburt. Unsere Ahnen sahen in ihr die Tore zur Geisterwelt und zum Totenreich und erlauschten das Flüstern der weisen Ahnengeister und weiblicher, mächtiger Schutzgeister. Sie zeigt ihren Sieg über die Vergänglichkeit auch durch ihr immergrünes Kleid im Winter und gehört auch deshalb zu den schutzmagischen, zauberabwehrenden Bäumen.

Die Eibe als „Brücke ins Jenseitige“ steht in unserer nordischen Mythologie für den Weltenbaum „Yggdrasil“, „Odins Pferd“.  Auf diesem ritt der oberste Schamanengott in die 9 Welten und das Holz einer Esche hätte dies nicht ausgehalten. 

 

Heilwirkung

Seit der Frühgeschichte wurden die Wirkstoffe der Eibe nicht nur für Mord und Selbstmord verwendet, sondern auch für Heilzwecke. Die nordamerikanischen Irokesen, die Bergbewohner Nepals, Tibets, Pakistans… benützen alle eibenarten für die Herstellung innerlicher und äußerlicher Medizin. In Europa zum Beispiel findet sich in einem Erlass des Kaisers Claudius ( 41 – 54) die Best#tigung, dass Eibengift als Gegengift zu Otterbissen anzuwenden sei.

Im 20. Jahrhundert wurde intensiv geforscht und anfangs wurden in der amerikanischen Eibe (taxus brevifolra) tumorhemmende Substanzen gefunden, mittlerweile ist bekannt, dass dieser Heilstoff in allen Eibenarten vorhanden ist. Heute wird das Präparat aus speziellen pflanzlichen Zellkulturen als alternative Herstellungsmethode gewonnen.

Das Medikament, Paclitaxel und Docetaxel wird bei: Overial-, Mamm-, Bronchal-, Prostatakarzinomen gegeben. Der wachsende Zahl der Frauen, die den Krebs mit Hilfe der „Eiben – Behandlung“ besiegt haben empfehlen auch wir, den Baum zu besuchen und sich zu bedanken!

 

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HELICOTHERAPIE

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