Efeu

 

Hedera helix

Arzneipflanze des Jahres 2010

Im Volksmund wird der Efeu (Saturn/Merkurpflanze) auch Immergrün oder Wintergrün genannt und

wie die Mistel begleitet er uns mit seiner Kraft durch die grauen Wintertage.

Grün - die Farbe der Erdenliebe,

Grün - die Farbe der Hoffnung, auch auf das wiederkehrende Licht - das wir zur Wintersonnenwende begrüßen. Er ist die heilige Pflanze des griechischen Fuchtbarkeitsgottes Dionysos, der auch zur Wintersonnenwende gefeiert wurde.

Von der Steinzeit bis ins 16. Jahrhundert wurden seine Blätter für Viehfutter gesammelt

und auch heute noch bietet er vielen Tieren Unterschlupf.

In der Mythologie finden wir den Efeu bereits im alten Ägypten, wo er Osiris geweiht war,

im antiken Griechenland dem Gott Dionysos (Vegetationsgott)

und bei den Römern Gott Bacchus zugeordnet.

Der griechische Arzt Dioskurides  verschrieb ihn bei: Rheuma, Nervenerkrankungen und Migräne. Er empfahl, die in Essig gekochten Blätter zu essen. Waren sie in Wein gekocht, sollten sie Entzündungen der Milz heilen. Samen, die ebenso verarbeitet wurden, sollten eine Schwangerschaft verhüten helfen.

Besonders im Mittelalter war der Efeu für Alchimisten erforschenswert. Er galt als ein Kraut des Mondes, mit dem sich gute und schlechte Wirkungen erzielen ließen (Efeu enthält auch Gifte). Als Heilkraut wurde er Kindern bei Husten, als Stärkungsmittel bei Rachitis und Ischias und als Mittel gegen die Pest verschrieben. Auch Hühneraugen, Kopfräude und eitrige Geschwüre wurden mit Efeu behandelt.

Über all die Jahrhunderte galt der Verwandte des Ginseng als ein Symbol der Unsterblichkeit und der Treue, als gesund, giftig und heilig.

Der Efeu wird als weibliches Gegenstück zur männlichen Stechpalme gesehen.

Geomantie: Efeu wirkt gut auf die sich linksdrehenden Orte, wird er auf Störzonen

 wirkt er Wunder und auch sein Humus kann negative Plätze entstören.

Heilwirkungen: Heilmittel aus Efeublättern wirken krampflösend, immunstärkend, und er dient

hauptsächlich der symptomatischen Behandlung von Atemwegserkrankungen.

Bei: Akutem Husten, Bronchitis, Sinusitis, altersbedingten Bronchialproblemen. 

Efeu wirkt in hoher Konzentration giftig und die Produkte müssen genau dosiert werden!

In der Volksheilkunde wird er hauptsächlich äußerlich, als Wickel und Umschlag 

bei Geschwüren und Entzündungen verwendet. Mittlerweile hat er sich, wenn die Geisteskräfte nachlassen, auch als gutes Geriatrikum bewährt.

Rezept: bei Cellulite: Efeublätter 10 Minuten kochen und den Absud auf die Orangenhaut legen. Er entfernt körperliche und seelische Gifte. Entsprechende Diät ist für einen Erfolg notwendig.

Tinktur: 1 EL der Blätter in 1/4 Liter Alkohol ansetzen, verschließen. An einem warmen Ort 10 Tage stehen lassen, abseihen und einfüllen.

Sammelzeit: Frühjahr und Frühsommer, vor der Blüte.

Im Energiesystem des Menschen hat er die Eigenschaft, die Lebenskräfte

in die untere Körperhälfte zu bringen.

Die Beeren sind für den Menschen giftig!

Amsel: Im Frühjahr, wenn die Früchte des Efeus reif sind, kommen sie in Schwärmen,

um von den Früchten des Efeus zu naschen. Zu ihrer Nahrung gehören Regenwürmer, Insekten, Beeren und Früchte.

Ihre Nester bauen sie in Bäumen und Büschen. Bei uns nisten sie jedes Jahr im alten Haus des Spechtes.

Ab Februar erklingen die melodischen Gesänge: "Tak - Tak - Tak"

Bei Gefahr: "Tixtixtixtix", wenn Krähe, Rabe, Eichkätzchen und andere Gartenbewohner vorbeischauen. Oder wenn die Katze im Anmarsch ist.

Die meisten Tiere aber naschen nicht vom Efeu (Giftigkeit der Beeren), außer die Ziegen, die scheinbar alles verdauen können. Auch Vögel und Tauben fressen ihn gerne. Leonardo da Vinci war noch überzeugt, dass Wildschweine ihre Krankheiten mit Efeu heilen.

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