Christrose

 

 

Christrose

Helleborus niger  

Hahnenfußgewächs (Ranunculaceae), langsam wachsender Winterblüher. Die Schneerose liebt lehmig-kalkige Böden, Windstille und schattige Standorte. Auf Ortswechsel reagiert sie unwirsch und  braucht einige Zeit bis sie sich eingewöhnt und wieder zu blühen beginnt. Für ihre reichliche Aussaat sorgt sie selbst und ihren Blütenreichtum dürfen wir von Dezember bis März bewundern.

Von dieser Saturn- Gift- Macht- Zauber- und Medizinpflanze kennen wir bis zu 25 Arten.

Sie blüht zu einer Zeit, wo die Natur noch schläft und erscheint uns als Lichtbringer in der dunklen Jahreszeit.

Historie:

Ihre Heilkräfte sind uns aus vorchristlicher Zeit bekannt (wie die Mistel eine Pflanze der Heilerinnen und Heiler).

In der Antike war sie dem griechischen Heilgott Asklepios geweiht und fand in seinen Heilschlaftempeln Verwendung.

Im Mittelalter wurde der Nieswurz bei Geisteskrankheiten, Epilepsie, Gicht, Schlaganfällen, Wassersucht... gegeben.

Für Paracelsus (1493 – 1541), dem bekanntesten Arzt aus dieser Zeit, war sie auch ein Mittel gegen die Beschwerlichkeiten des Alters und begeistert schrieb er: “Ich möchte mit viel Blättern Papiers diese Tugend beschreiben...“.

Im damaligen Volksglauben diente sie als Zutat für Elexiere zum langen Leben und ewiger Jugend, zur Vertreibung böser Geister und Dämonen. Das Vieh wurde innerlich und äußerlich (Räucherung) mit

Extrakten aus der sehr giftigen Wurzel behandelt. Als Orakel- und Wetterpflanze half sie bei Vorhersagen der herbstlichen Ernte. Je reicher die Anzahl der Blüten je gesünder ihr Wuchs, desto bessere Aussichten gab es auf den Früchtesegen zur Herbstzeit.

Der mittelalterliche Mensch war davon überzeugt, dass die Kröten ihr Gift von der Christrose erhielten. Wissenschaftliche Untersuchungen in der Jetzt-Zeit bestätigen, dass das Gift der Kröte ähnliche Wirkstoffe aufweist, wie jene der Christrose.

Heilwirkungen heue:

In der homöopathischen Medizin Heilmittel gegen:

Magen- und Lungenkrebs, Non – Hodkin - Lymphom, Aids, psychische Erkrankungen... .

Sie blüht im Winter, zur falschen Zeit, am falschen Ort, wie der Krebs und andere Erkrankungen. Ihr Widerstandsgeist ist außerhalb der Norm.

„Die Schönste bist du,

Kind des Mondes,

Nicht der Sonne

Dir wäre tödlich

Andrer Pflanzen Wonne.

Dich nährt,

den keuschen Leib

voll Reif und Duft,

himmlischer Kälte

balsamsüße Luft“

Eduard Mörike

 1804 - 1875

Zurück Nach oben Weiter

 

HELICOTHERAPIE

Impressum © Alle Photos: 1130 Wien, Gallgasse 76                 Hinweis zu Gesundheitsthemen