Breitwegerich

 

 Plantagor major

Arztgras, Heilblatt

Seit dem Neolithikum bekannt, weltweit verbreitet.

 Merkurpflanze und Symbolpflanze, die von Künstlern oft dargestellt wurde. Mit dieser Pflanze versuchten Maler den Geist Gottes zu "begreifen". M. Grünewald hat ihn neben Pfingstrose, Mohn und Nachtschatten am Isenheimer Altar dargestellt.

Viele Wegericharten sind bereits in Vergessenheit geraten! Aus keltisch germanischer Zeit wissen wir, das seine Blätter als Pflaster bei Wunden aufgelegt wurden.

 Unter anderem der Hirschhornwegerich (im archaischen Denken: der Hirsch in Pflanzengestalt.)

Ein Kraut, das als schutzmagisches Mittel bei Bessenheit verwendet wurde.

Verwendung bei der Maul- und Klauenseuche (Infektion, lässt das Tier binnen kürzester Zeit verenden).

Im Juragebirge mußte das Tier auf einen Wegerich treten, der anschließend samt Wurzelballen ausgegraben, getrocknet und dem Tier dann als Heilkraut verabreicht wurde.

Heilwirkung: Blutstillend, hilft bei Magenverstimmung, Migräne, Mundfäule, Zahnfäule, Geschwüren und unterstützt die Nierentätigkeit.

Tee: 20 g Augentrost, 50 g Breitwegerich, 20 g Ehrenpreis, 20 g Käsepappel, 20 g Ringelblume, 20 g Sanickel, 20 g Schafgarbe. Mischen, 2 TL mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, 15 Minuten ziehen lassen. Mit Honig süßen. Bei Bedarf 6 - 8 Wochen lang. Täglich 3 -  Tassen.

"Ich armes Kraut am Weg,

Ich steh' hier ungebeten,

Muß auf mich lassen treten

Wer Lust hat, flink und träg'.

Du bist doch froh fürwahr,

Wenn in den Leidenstagen

Kannst Deine Not mir klagen,

Und Hilf' ich biete dar!

Den Armen darum acht';

Er kann oft in Gefahren

Dein Leben Dir bewahren:

Das Schwache ist oft Macht!"

 

Zurück Nach oben Weiter

 

HELICOTHERAPIE

Impressum © Alle Photos: 1130 Wien, Gallgasse 76