Beifuß

 

Artemisia vulgaris

Sakral -und Schutzpflanze, allerwichtigste Räucherpflanze, Ritualpflanze, Saturn- Mondpflanze.

Unser heimischer Beifuß enthält unter anderem  die Wirkstoffe: Cineol, Thujon (Kampfer), Bitter- und Gerbstoffe. Verräuchert klärt, reinigt und erweitert er das Bewusstsein. In unseren Naturseminaren eine rituell gesammelte, unverzichtbare Räucher- und Ritualpflanze.

Der Beifuß war bereits den Steinzeitmenschen bekannt, den Kelten und Indogermanen (der Göttin Freya geweiht) und den Griechen (der Göttin Artemis geweiht).

Als Schutzpflanze verwendet: 

gegen Feuer und Blitzschlag, gegen Hexen und Alpträume, gegen den bösen Blick und gegen allerlei anderes Unheil. „Um gut gehen zu können, sammle man zu Bartholomei ( 25. August) Beifußkraut samt Wurzel und trage davon in den Schuhen und an einer Schnur um den Hals die Wurzel, dann wird man weder ermüden noch schwitzen“ ( Cihlar 1949, Wien). Oben genannte Empfehlung gab es bereits bei den Griechen und Römern. In Wien des Jahres 1846: „Die kaiserlichen und herrschaftlichen Läufer bedienen sich desselben Mittels heute noch, ...“  Beifuß erweist sich als sehr nützlich wenn ein böser Wortzauber (Hass, Neid, Intrigen, Missgunst, Mobbing) in der Seele Schaden anrichtet. Da er Krankheitsgeister vertreibt, wird er im Volksmund auch "Geisterbanner" genannt.

Schutzmagische Räucherung: 1 Handvoll Beifuß, Dost, Engelwurzsamen, Kiefernharz, Wacholderbeeren und Zweige. Diese Zutaten gut pulverisieren. Gute Mischung zur Reinigung von Räumen. Man kann auch Johanniskraut dazugeben, das hilft durch seine angstlösenden und stimmungsaufhellenden Eigenschaften.

Schutzmagischer Kräutertee: 50 g Angelikawurzel, 20 g Beifuß, 20 g Dost, 20 g Eisenkraut, 50 g Johanniskraut, 20 g Labkraut, 50 g Melissenblätter, 20 g Rosenblüten. Alle Kräuter mischen und pro Tasse 2 TL heiß überbrühen. Nicht länger als 2 - 3 Wochen!

Beifuß ist ein dämonenwidriges Kraut. Die Kraftpflanze des germanischen Donnergottes Thor und man nannte ihn wie das Johanniskraut "Fuga daemonum". Diese Pflanze wurde und wird direkt gegen die Kräfte der Finsternis eingesetzt. Früher war man überzeugt, wenn diese dunklen Kräfte über den Menschen Gewalt haben, dies unweigerlich zu Anfallsleiden wie Epilepsie  oder Herzinfarkt kommt. Wenn man von einem Schlaganfall sprach, sprach man vom Schlag eines Albs. Dieser konnte auch angsterfüllte Träume und Schreckensphantasien schicken.

Beifuß hat sich innerlich und als Räucherstoff bewährt.

Artemisia Annua

Diese Pflanze ist in ihrer Wirkung sanfter als Artemisia vulgaris, wird von Frauen lieber verwendet. 

"Beißt nicht so stark".

Heilwirkungen:

Über 100 Millionen Menschen erkranken jährlich an Malaria.

Gegen die herkömmlichen Malariamedikamente (Chinin und andere Präparate) ist eine vermehrte Resistenzbildung feststellbar, im Gegensatz zu den Artemisinin – Präparaten. Mittlerweile gibt es gute Heilerfolge bei diesen Medikamenten, v.a. wenn zu einem frühen Zeitpunkt der Infektion Malaria falciparum) behandelt werden kann. Bauern in Süd-Ost Asien wie in Afrika, für die meist jedes Medikament unerschwinglich ist, trinken mehrmals täglich Beifuß-Tee.

In der Naturmedizin:

Wird Beifuss zur Verbesserung der Fettverdauung empfohlen. Auch bei Diabetes und zur Unterstützung der Funktionen der Bauchspeicheldrüse. Heilsame Wirkungen bei Gallen- und Leberleiden, Magen- und Darmproblemen.

Beifusstee löst Regelblutungen aus und wird im Klimakterium empfohlen und bei längerem Ausbleiben der Regel oder bei Tröpfchenblutung. (Schwangerschaft muss ausgeschlossen sein). an nimmt an, dass speziell die Wurzel ein menstruationsförderndes Mittel ist. 

KEIN Tee für Schwangere!

Beifusstee aus Blätter, Stengel und Wurzel, unterstützt Menschen, die an Spannungskopfschmerz, Nervosität, allgemeiner Reizbarkeit und Unruhe leiden.

In der Homöopathie:

Wird Beifusswurzel bei Krämpfen (Epilepsie, Chorea, Wurmkrämpfe), bei Gastropathien und allgemeiner Schwäche verabreicht

Teezubereitung:

1 halben Teelöffel auf ½ Liter kochendes Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und 3 Wochen lang1 Tasse pro Tag trinken.

Verdauungstee:

1 Liter Wasser, 1 kleine Zimtrinde, 1 Teelöffel Ingwerwurzel,  1 Tl. Kümmel und 1 Tl. Fenchelsamen. 2 Esslöffel Beifussblätter, Honig zum Süßen.

Zubereitung:

Wasser mit Zimt, Ingwer, Kümmel und Fenchel aufkochen. 3 Minuten ziehen lassen, Beifussblätter dazugeben, abseihen und mit Honig süßen. Über den Tag verteilt vor dem Essen trinken. 

Fußbad:

Für müde und/oder kalte Füße:

3 Esslöffel getrocknetes Beifusskraut mit 3 Liter kochendem Wasser übergießen.

Abkühlen lassen. Dauer: So lange wie angenehm.

 

Frische Beifussblätter auf Salate und Gemüse gestreut, verfehlen selten ihre heilsame Wirkung.

Frauenbeifuß

 

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HELICOTHERAPIE

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