Arnika

 

ARNICA MONTANA  

Bergwohlverleih

Wunderpflanze, Götterpflanze, Lichtpflanze, Heilpflanze, Bergpflanze.

Sie ist umso aromatischer, je höher sie wächst. Allerdings ist das Vorkommen der Pflanze nicht auf die Alpen beschränkt. Sie wächst auch noch im Wald- und Mühlviertel auf ungestörten Standorten. Sie schätzt sauren Boden und naturbelassene Wiesen. Da diese immer seltener werden, steht Arnika unter Naturschutz.

Durch den großen Gehalt an herzwirksamen Substanzen, Gerbstoffen,

Bitterstoffen und ätherischen Ölen ist sie umfassend wirksam.

Sie hat in sich die Kräfte zum Sieg über den Wolf entwickelt

und wird im Volksmund auch: „Wolferlein“, „Wolfstöterin“ genannt.

Die „Wolfskräfte“ bedrohen in der Sage die Heilwirkungen der Sonne, sie verfinstern das Licht.

Im germanischen Mythos im Fenriswolf dargestellt.

Eine kurze Geschichte zum Fenriswolf („Fenrir“):

Er ist ein Sohn Lokis, Bruder der Midgardschlange und der Todesgöttin Hel.

Odin ist die Prophezeihung der Nornen bekannt, daß Fenrir ihn eines Tages töten wird.

Die Asen (Götter) nehmen den Wolf bei sich auf und dieser wird mehrfach gefesselt.

Doch in den Ragnarök (Weltuntergang) kann er sich befreien,

greift die Asen an und verschlingt den Hauptgott Odin. Er wird selbst von Odins Sohn, Widar getötet. 

In vielen Quellen ist zu lesen, dass zur Sommersonnenwende Arnikabüschel in die Ecken der Felder gesteckt wurden, um diese vor dem Getreidedämon, dem Bliwisschnitter zu schützen. Bliwis war ursprünglich kein Dämon, sondern ein Priester, der das Getreide schützte. Er soll mit Arnika das Feld vor dem Kornwolf geschützt haben. Getrockneter Arnika wird auch heute noch verbrannt um herannahende Gewitter zu vertreiben. Ein gehäuftes Vorkommen von Arnika in der Natur warnt den Menschen vor Gefahr. "Steck Arnika an, steck Arnika an, damit sich das Wetter scheiden kann".

Heilwirkung: In der Volksmedizin galt er als Allheilmittel. Heute wird er vor allem, zur Behandlung von Verletzungen und Unfallfolgen verwendet. Wir wissen heute mehr um seine Allergien auslösenden Inhaltsstoffe. 

Rezept: Arnikatinktur (Wundbehandlung): 1 Teil Arnika (kann auch mehr sein), 8 Teile Alkohol. Oder: 100g Blüten in 1/2 Liter Alkohol (70%) ansetzen und luftdicht verschließen. 14 Tage ziehen lassen, abseihen und die Tinktur in dunkle Flaschen füllen. 

Einen gleichwertigen Ersatz finden wir in der mexikanischen Arnika: Arnica chamissonis , die sich gut kultivieren lässt. Auch in der Volksmedizin Mittelamerikas finden wir "Arnika", "Chaptalia nutans", der anders aussieht, aber deren traditioneller Einsatz identisch ist mit unserer Arnika.

 

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