Nußbaum

 

Julans regia

Schutzbaum: Am Morgen des Johannistages wurde die Stalltür mit Nußzweigen besteckt.

"Blätter vom Nußbaum, am Johannistag, mit einem Haselstock auf das Bett geschlagen" vertreibt Flöhe, Wanzen und anderes Getier.

Der römische Kaiser Marcus Aurelius Valerius Probus (278 - 282), ließ in Österreich (damals "Noricum") für seine Legionen Wein pflanzen.

 (Vom Anninger bis zum Leopoldsberg).

Im Rausch brachten sich die römischen Soldaten gegenseitig um.

 Da ließ der Kaiser, dort wo der Wein gedieh, Nußbäume pflanzen. (Nußdorf, Nußberg, Nußallee).

Der Genuß der Nüsse neutralisierte die starke Wirkung des Weines.

Bis heute wissen Wirte, daß, stehen Nüsse am Tisch, der Gast mehr zu trinken vermag.

Sein lateinischer Name, „Juglans regia“ wird mit Jupiters Eichel übersetzt und seine Frucht galt im antiken Griechenland als Götterspeise. Die Götter leben auf Eichen und Walnussbäumen.

Im Norden Europas, in Germanien galt er als Totenbaum und als Versammlungsort dunkler Geister, wuchsen doch in seinem Umkreis die Pflanzen schlecht und machte jemand ein Schläfchen an seinem Stamm, dann schlief er schlecht. (Heute wissen wir, das der Baum tatsächlich eine Substanz absondert, die das Pflanzenwachstum in seiner Umgebung hemmt.) Er war der Gottheit Fro geweiht. Nüsse so meinte man, steigern die Potenz und die Fruchtbarkeit. Bauern mischten Nüsse ins Viehfutter um sie diesbezüglich zu stärken.

Heute noch werden Abkochungen von Walnussblättern (oft in Kombination mit den Blättern der Eiche) als Mittel bei Hämorrhoiden und bei leichten Entzündungen der Haut verwendet.

Im Christentum galten Walnüsse, ihre grüne Fruchthülle, ihre harte Schale und ihr guter Kern als ein Symbol der Drei – Einigkeit. 

Heute wird das harte Holz des Baumes in der Möbelindustrie verwendet.  Die grüne Schale der Nüsse ist ein gutes Färbemittel. (Schale färbt einen Gelbton, die Blätter eignen sich als Haarfärbemittel). Der Baum wehrt Insekten ab und wurde und wird auf Bauernhöfen noch immer in der Nähe von Misthaufen gepflanzt.

Bis ins  ausgehende Mittelalter wurden seine Blätter zu reinigenden Räucherungen beigemischt.

 

 

Rezept:

Grüne Nüsse vierteln, mit Zimtstangen, Nelken und Sternanis in 40% Alkohol einlegen und 3 Wochen in der Sonne stehen lassen. Danach filtern und entweder pur aus Nußschnaps oder berarbeitet als Likör genießen. Je länger Sonne desto besser.

 

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