Mariendistel

 

Silybum marianum

Familie: Korbblütler, Asteraceae

Die Mariendistel liebt die trockenen, sonnigen Steinhänge und Steppen des Mittelmeeres und Kleinasiens. Dort kann sie weite Flächen überwachsen und mannshoch werden. 

Bei uns wurde sie lange als Zierpflanze in den Gärten gezogen und seit ihrer Entdeckung durch die  Phytontherapie und ihren langsamen derzeitigen Einzug in die Schulmedizin wird sie auch in Deutschland, Österreich und in den Oststaaten vermehrt angebaut.  

Nach dem Samentragen stirbt die Pflanze ab.

Historie: Es wird angenommen, dass die Pflanze bereits den Germanen bekannt war und dort der Göttin Freya geweiht. 

Von dieser Göttin "wechselte sie über" zur Heiligen Maria. Hier erzählt die Legende, dass die Milch der Muttergottes auf die Distel tropfte und sie so ihre weissen  Streifen auf den Blättern bekam.

Der Grieche Theophrast (390 - 287 v. Chr.) erwähnt sie unter dem Namen Pternix, der griechische Arzt Dioskurides (Militärarzt unter Kaiser Claudius )10 v. Chr. - 54 n. Chr.) und Kaiser Nero 37 n.Chr.- 68 n. Chr.) erwähnt sie unter dem Namen Silybun. 

Die Mariendistel (und auch Silber - Engels - Karls - Eberwurz und Wetterdistel (Carlina)) hatten im Volksaberglauben die Eigentümlichkeit, das Od (Kraft) der Umgebung anzuziehen und sie auf den Träger zu verlagern.

Heilwirkungen: Die Samen (Cardui mariae fructi) werden verarbeitet. In der heutigen Forschung  wurde in den Spezialextrakten neben anderen Wirkstoffen, ein sehr hoher Silymarin - bzw. Silibiningehalt gefunden, der eine große Heilwirkung bei chronischen und toxischen Leberschäden aufweist.

In der homöopathischen und anthroposophischen Medizin wird sie seit langem bei: Leberstauungen, Blutstockungen, Gelbsucht und Gallensteinen gegeben. Hilfreich wirkt sie auch bei Angst- und Panikstörungen, bei Gelbsucht, Gallensteinen, Ascitis... .

 

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