Lungenkraut

 

Pulmonaria officinalis

Familie: Raublattgewächse, Boraginaceae

Blaue Schlüsselblume, Hirschkohl, Ähnl und Ahnl, Hänsel und Gretel

Das Frühlingskraut wächst gerne in schattigen Laubwäldern, bei Gebüschen und Hecken. Die weißen Flecken auf den Blättern wirken als Blickfang und im mittelalterlichen katholischen Europa bezeichnete man diese als die Milchflecken der Muttergottes. In den antiken Schriften kommt die Pflanze nicht vor, sie ist erst im Matthiolischen Kräuterbuch (1583) zu finden.

Paracelsus ( 1493 - 1541) dürfte die Heilkraft der Pflanze entdeckt haben: 

"Die Natur zeichnet ein jegliches Gewächs, so von ihr ausgeht, zu dem, dazu es gut ist".

Geerntet und getrocknet werden die überirdischen Pflanzenteile, sie enthalten Schleimstoffe, Flavonoide, Allanfoin, Kieselsäure und andere Mineralstoffe.

Heilwirkung: reizlindernd bei Entzündungen der Schleimhaut in Magen und Darm, in Mund- und Rachenraum. Bei: Heiserkeit, Husten, Verschleimung, Durchfall, Ruhr, Blasenleiden.

Tee: 2 TL mit 1/4 Liter Wasser überbrühen, mit Honig süßen und 3 Mal täglich trinken. 

Saft: Zerquetscht man die Blätter, erhält man einen Saft, der mit Honig vermischt gut hilft bei Lungenleiden, Husten und Heiserkeit.

Früher wurde die getrocknete Pflanze auch verbrannt und die Asche zum Einstreuen bei Wunden und Geschwüren verwendet und zum Auswaschen der Augen.

In den Küchen wurde das Kraut mit Palatschinken gegeben.

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HELICOTHERAPIE

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