Frauenmantel

 

Alchemilla vulgaris  

Germanisches Heilkraut, der Göttin Freya geweiht. Alchemistenpflanze.  

In der Antike galt die Pflanze als heilig.

Im Volksmund auch Frauenhilf, Hergottsmännlein, Mantelkraut, Marienkraut... genannt.

Die Pflanze liebt feuchte Böden und wächst auf Wiesen und Weiden und überwintert in grünem Zustand, so ist sie auch zeitig im Frühjahr wieder zu finden. Zu verwenden ist die gesamte Pflanze.

Ab 1000 Meter Seehöhe finden wir den Silbermantel, der wie das andere Kraut in der Blütezeit gesammelt wird.

Heilwirkungen: Unsere Vorfahren verwendeten die Pflanze zur Wundheilung innerlich und äußerlich, bei Epilepsie und gegen Brüche.

 Die Pflanzen sind gestagenhältig. Gestagene sind neben Estrogenen die zweit wichtigste Klasse der weiblichen Geschlechtshormone. Als Tee genossen hilft er bei Hitzewallungen in den Wechseljahren. Kein Tee für Schwangere!

Der schweizer Kräuterpfarrer Künzle (1857 - 1945) empfahl jeder Schwangeren Frauenmanteltee  8 - 10 Tage vor der Geburt zu trinken. Er schreibt auch, dass 2/3 aller Unterleibsoperationen überflüssig wären, würden die Frauen frühzeitig den Tee zu sich nehmen, denn er heilt Entzündungen, Eiterungen, Geschwüre... .

Nach Verletzungen bei der Entbindung, bei Erschlaffung des Unterleibes, zur Stärkung der Gebärmutterbänder sollten Frauen den Tee zu sich nehmen.

Tee: 1 Teelöffel auf 1/4 Liter Wasser, brühen und kurz ziehen lassen.

Badezusatz: 200g getrocknete Blätter über Nacht in einem Eimer mit kaltem Wasser ansetzen, am nächsten Tag erwärmen und ins Badewasser geben. 

 

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HELICOTHERAPIE

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