Eisenkraut

 

Verbena officinalis  

Diese Pflanze hatte schon immer einen guten Ruf. Die Pflanze liebt trockene, sonnige Plätze, ihr Geschmack ist bitter, zusammenziehend, sie ist geruchlos.

Das heilige Kraut der Isis, die groß in der Kunst der Zauberei und des Heilens war ( Mysterien und Heilkult). In der Antike  ("Tränen der Hera" genannt) galt das Kraut als geheiligte Pflanze, die in religiösen Kulthandlungen eine Rolle spielte. Man gab ihr die Macht den Geist anzuregen und mit ihrer Hilfe mit de Geistern in Verbindung zu treten. Im alten Rom würde aus ihr ein Reinigungswasser hergestellt, mit dem Altäre vor Opferhandlungen gewaschen wurden.

Druidenkraut, neben dem Beifuß unverzichtbare Ritualpflanze auch im Norden Europas. Den Waffenhelden band man ehe sie ins Feld zogen Eisenkraut um den Hals. Opfer, die den Göttern vor einer Schlacht dargebracht wurden, bekränzten heidnische Priester mit Eisenkraut. Auch zur Unterstützung von Orakelsprüchen wurde es verwendet. 

 Eisenkraut in der Johannisnacht gesammelt, schützt vor dem Teufel, Geister und Dämonen, den Geistern der Finsternis, hilft Lemuren und Geister von Verstorbenen zu vertreiben, bewahrt Mensch und Tier vor Krankheit. So hing es viele Jahrhunderte lang in den Haus- und Stalleingängen.

"Prüfet alles, das Gute behaltet" ( 1 Thess. 5,21)

Heilwirkungen: In der alten Heilkunde kam das Kraut des Öfteren zur Anwendung bei: Anämie, Leberschwellungen, Harngrieß, Geschwüren, Flechten, Warzen, Durchfall, Wassersucht, Blutsturz und Wechseljahrbeschwerden. Auch heute noch werden Kataplasmen (feucht heiße Breiumschläge), Spülungen, Tee, Pulver und Wässerchen aus der Pflanze hergestellt.

Kompressen: 2 Handvoll Eisenkraut aufkochen, in ein Tuch geben und auflegen.

Eisenkrautwein: In 1/2 Liter Wein 1 Handvoll Eisenkraut aufkochen, abseihen und bei Bedarf auf 1 Stück Rohrzucker träufeln. Bei Leber- Milz- und Nierenleiden.

Eisenkraut in Wasser gekocht, befördert die Menstruation und als Gurgelwasser heilt es Schling- und Schluckbeschwerden und Mundfäule.

Bienen besuchen das Eisenkraut sehr gerne, Schafe haben eine Vorliebe für diese Pflanze.

Mut ist eine Herzenstugend. Als Amulett getragen soll das Eisenkraut jene stärken, die um diese Tugend ringen. Noch heute stecken Menschen, die Vorstellungsgespräche haben oder Geschäftstermine wahrnehmen, Eisenkraut in ihre Taschen.

 Auch schutzmagischer Kräutertees sind des Öfteren hilfreich, besonders dann, wenn der Mensch in seiner Mitte ruht. 20 g Eisenkraut, 20 g Beifuss, 2 g Labkraut, 20 g Rosenblüten, 50 g Melissenblätter, 20 g Dos, 50 g Johanniskraut, 50 g Angelikawurzel. Alle Kräuter vermischen, 2 TL mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen. 2 - 3 Tassen täglich, einige Tage lang.

 

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HELICOTHERAPIE

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