Birnbaum

 

 

 

Birne  (Pyrus communis)

Ihre Wurzeln liegen im Tertiär (vor 65 Mill. Jahren) und hat sich von China aus als Wildbirne verbreitet.

Die Kulturbirne kam erst später vom kaukasischen in den mediterranen Raum. Das antike Griechenland wurde auch das Birnenland (Apia) genannt, sie waren bei den Menschen sehr begehrt.

Tantalus musste sich in seinen Qualen vergebens nach Birnen strecken. Er war ein Sohn des Zeus und herrschte in Sipylos in Phrygien.Er durfte mit den Göttern Speisen und lauschen, was sie besprachen und kam so auf die Idee, ihre Allwissenheit zu prüfen. Er ließ seinen Sohn Pelops töten und servierte ihn den Göttern zum Mahl. Nur Demeter aß von dem Braten, ein Stück Schulterblatt, die anderen merkten die Schandtat. Alle Teile wurden eingesammelt, in einen Kessel gegeben und letztendlich ging der Parze Klotho daraus hervor. Die verspeiste Schulter wurde aus Elfenbein ersetzt. Tantalos wurde verstoßen und verurteilt, In einem Teich, bis zum Kinn im Wasser stehend, litt er Durst- wollte er trinken, versiegte das Wasser. Wollte er seinen Hunger mit den Früchten der Bäume (auch mit Birnen) stillen, riss ein Sturm sie hinweg. Ein Felsstück hing über seinem Haupte, er litt Todesangst, er litt an nie enden wollenden Qualen.

Die Reise der Birnen ging von Griechenland aus nach Rom, die bereits über 40 verschiedene Sorten kannten.

Für die Germanen im Norden war der Birnbaum heilig, er galt als Sitz der Götter und war Wirtsbaum für die Mistel.

Sie schätzten ihn als Quelle der Kraft und er symbolisierte ihnen die Weisheit des Alters (Birnbäume können bis zu 100 – 150 Jahre alt werden. In China: Baum des langen Lebens)

Mit der Christianisierung wurden viele gefällt, der Legende nach wohnten in ihnen die Drachen.

Holzbirnen

wurden in Verbindung mit den Hexen gebracht, die sie wie die Rinde der Bäume zur Magie benützten. Junge Hexen lernten am Birnbaum und nach Abschluss der Lehrzeit konnten sie sich in eine Birne verwandelt. Es hieß, Birnenkernen und Birnenrinden seien Krankheiten angezaubert.

Holzbirnen – Sinnbild für Dämonie

Andere Birnen – Sinnbild Mariens und hielten Einzug in die Klostergärten. Besonders in der Gotik wurde die Birne (Birnenblüte) ein Zeichen der Weiblichkeit, ein Schönheitsideal.

Im Volksglauben heißt es heute noch, dass eine reiche Birnenernte auf Kindersegen hindeutet und in Österreich und Bayern ist das „Klötzlbrot“ (Birnenbrot) zu Weihnachten nach wie vor eine Kultspeise.

 

"Merk wie´s endet, acht auf mich."

Fafners letzte Worte

Richard Wagner: "Siegfried"

 

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