Beinwell

 

Symphytum officinale

Beinwurz, Schwarzwurzel, Wallwurz

Der Beinwurz wächst an feuchten Standorten, eine eurosibirische Pflanze, die bis zum nördlichen Balkan und bis nach Mittelitalien wächst. Der Beinwell ist dunkel und schwerblütig, doch in seiner Wurzelkraft stärkt er alle Leiber des Menschen. 

Die kräftige  lange, außen schwärzliche Wurzel ist das Hauptorgan dieser Pflanze, sie wird im Frühjahr oder Spätherbst geerntet und zum Trocknen aufgehängt.

Hildegard von Bingen (1089 - 1179) nannte die Pflanze " consolida" und Paracelsus ( 1493-1541)benützte die Wurzeln zur Heilung von Knochenschäden, Wunden und Geschwüren. Auch im Herbarius /Cap. 5/ 4. Jhdt. n. Chr. wird auf seine wundheilende Wirkung verwiesen.

Heilwirkungen: schmerzstillend, Wund- und Geschwür heilend, innere Blutungen stillend, gute Wirkung bei Magen- und Darmgeschwüren, Knochenerkrankungen und Knochenbrüchen, bei Paradontose, Gelenksschwellungen, Rheumatismus. Äußerlich: bei Quetschungen, gelähmten Gliedern, Überbeinen, schlecht heilenden Wunden, Überanstrengung, Schlaganfall, Narben- und Phantomschmerzen.

Tee: 2 Tl fein geschnittene Wurzel über Nacht in Wasser ansetzen, abseihen und anwärmen.

Kompressen: Getrocknete Wurzel fein mahlen und mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 1 TL Sonnenblumenöl dazurühren. Im Tuch auflegen. 

Oder: Beinwurzblätter kurz abbrühen und warm auflegen.

Tinktur: Klein geschnittene Wurzel in eine Flasche füllen, mit Kornschnaps übergießen und 14 Tage in die Wärme stellen. 

Salbe (alte Rezeptur): 6 frische Wurzeln sehr fein schneiden und in 250 g Schweinefett braten, 12 Stunden stehen lassen. Wieder anwärmen, durch 1 Tuch pressen und im Kühlschrank aufheben.

Salbe (neuere Rezeptur): Klein geschnittene Wurzeln in Olivenöl ansetzen, 3 Wochen stehen lassen, abseihen. Den Ölauszug im Wasserbad erhitzen, Bienenwachs (Verhältnis 1:3) dazugeben, abfüllen.

Badezusatz: 500g frische oder getrocknete Blätter über Nacht in 5 Liter kaltem Wasser ansetzen, dann zum Koche bringen und ins Badewasser schütten.

Frische Blätter: auf die verwundeten Stellen legen.

Küche: Frische Blätter wie Spinat zubereiten.

Heute wird Beinwell wegen der in ihm enthaltenen  Pyrrolizidinalkaloide, die angeblich kanzerogen sind, nur äußerlich in Salben und als Homöopathikum gebraucht.

Kaukasischer Beinwell

 

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