Basilikum

 

Ocinum Basilicum

 

 

Familie: Lippenblüter, Lamiaceae

Das einjährige Basilikum liebt die Wärme, und braucht sandig - lehmige Erde mit einer Spur Mineraldünger. Bei uns sind bis zu 50 verschiedene Arten im Handel erhältlich. Ursprünglich stammt es aus Indien, wo es heute in vielen Küchen von der Decke hängt.

Über seinen Ursprung gibt es zahlreiche Legenden. Der Name leitet sich vom griechischen "basilikos" ab, d.h. königlich. Andere sehen seinen Ursprung in der Sagenschlange, deren Blick tödlich war (Die Schlange konnte allerdings auch Suizid begehen, wenn sie sich selbst im Spiegel sah).

In der Antike war das Kraut nicht sehr beliebt, es wurde angenommen, es schade dem Magen und schwäche die Sehkraft, mache den Leib schlaff und produziere Würmer. Es mache den Menschen zum Toren und unterbinde den Harndrang.

In der Neuzeit werden ihm gegensätzliche Eigenschaften zugeschrieben: Es stärke den Magen, wirke reinigend, appetitanregend, verdauungsfördernd, rege die Menstruation an und stärke die Geisteskraft.

Im 17. Jahrhundert wurde es bei Epilepsie und manisch - depressiven Erkrankungen gegeben.

Ab dann bei Angstzuständen, Schwindel und Schlaflosigkeit. Ein Rat von Paracelsus: "Damit die Frauen schwanger werden, sollen sie Basilikum und Lauch in die Suppe geben".

Heute: es entfalte bei jeder Einnahme seine krampflösenden und beruhigenden Eigenschaften. Hilfreich bei Blähungen, Magenverstimmungen und nervöser Unruhe.

Küche: ein Allroundgewürz, frisch gegessen verliert es nichts an seiner Heilkraft.

Tee: 2 TL mit 1/4 Liter Wasser überbrühen, ziehen lassen. Nicht süßen. Pause nach 8 Tagen.

Aufguss: 1 Handvoll von:  Basilikum, Thymian, Anis, Wacholderbeeren (weniger nehmen). Mit heißem Wasser überbrühen, ausziehen lassen. Mit Honig gesüßt schmeckt es gut.

Basilikumwein: 1 Handvoll Blätter 3 Tage lang in 1 Liter süßem Wein mazerieren. Dieselbe Rezeptur gilt für Salatöl.

Basilikumpulver: Blätter fein zerschneiden und im Mörser mit Milchzucker zu einem Brei verrieben.

Der Brei wird auf Backpapier aufgestrichen und getrocknet. Wenn er ausgehärtet ist, läßt es sich zu Pulver zerreiben.

Früher wurden viele Kräuter in Milch oder Honig ausgezogen. Offensichtlich braucht unsere verarmte Zeit den Ratschlag der tibetischen Medizin, die Zucker (alle natürlichen Arten) als "Medizinpferd" bezeichnet, dass die Heilkraft der Kräuter durch den Körper trägt.

 

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